Bürger-Initiative gegen neue Windräder, Raibach
Das ist die offizielle Homepage der Bürgerinitiative

 



Die Situation:


Die "Windpark Binselberg GmbH" plant eine Erweiterung der schon bestehenden Windkraftanlagen um zwei neue Windräder, TYP Enercon E82 in der Gemarkung Klein-Umstadt, auf dem Binselberg - oberhalb des Groß-Umstädter Ortsteils Raibach. Der Realisierungsbeginn ist Ende 2009 geplant. Bei senkrecht stehendem Rotorblatt haben die neuen Windräder eine Höhe von jeweils 179 Meter. Die Höhe der Alten beträgt 97 Meter.



Begründungen für unseren Protest gegen den geplanten Bau :

Zerstörung der heimatlichen Landschaft: Die Raibacher Landschaft wird in Richtung Odenwald von einer typischen Horizontlinie umfasst, dem Binselberg, einem besonderes schützenswerten Naturgut. Eine vor wenigen Jahren erbaute Windkraftanlage beeinträchtigt bereits heute die Eigenart und Schönheit des Orts- und Landschaftsbildes, das durch die geplanten weiteren Windräder mit 179 Metern Höhe gänzlich zerstört würde. Ein bislang frei zugänglicher Erlebnisraum für eine der Stille gewidmete, landschaftsgebundene Naherholung würde durch diese Industrieansiedlung ökonomisch verwertet und verunstaltet.
Der bei Kindern beliebte Waldspielplatz Binselberg müsste geschlossen werden.
Fragwürdiges Planungsverfahren: Im Flächennutzungsplan der Stadt Groß-Umstadt ist die Erweiterung des Vorranggebiets für die beiden monströsen Windräder nicht ausgewiesen.
Fehlende Distanz zur alten Anlage: Im Umweltbericht als Anlage zum neuen Regionalen Raumordnungsplan des Regierungspräsidenten von 2007 heißt es ausdrücklich, dass neue Vorranggebiete 5 km von den alten entfernt sein müssen. Dies wird nicht berücksichtigt.
Eingriff in den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald: Die Stadt Groß-Umstadt ignoriert mit ihrer Zustimmung einen am 12.12.06 von 70 Bürgermeistern gefassten Entschluss, im Geonaturpark Bergstraße-Odenwald keine Windkraftanlagen zuzulassen.
Proteste der BürgerInnen: Bereits drei Tage nach Bekanntgabe des Vorhabens wandten
sich fast 400 BürgerInnen aus Raibach (ca. 600 wahlberechtigte Einwohner) unterschriftlich gegen die Errichtung der neuen Anlage.
Bodendenkmäler (Hügelgräber) in diesem Gebiet: In der Nähe der geplanten Neuanlage existieren rd. 30 nicht kartierte und registrierte Hügelgräber (im Flächennutzungsplan nicht ausgewiesen), die durch Rodung, Zufahrtswege und Bauarbeiten beschädigt werden können.
Eiswurf: Bei gefrierendem Nebel bildet sich auf den Rotorblättern Eis. Wenn sich einzelne Eisbrocken lösen, fliegen sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h ca. 600 m weit. Zwei Straßen (nur 170 m entfernt) und fast alle nahen Spazierwege müssten gesperrt werden.
Belästigung durch Licht-Befeuerung: Aus Gründen der Luftsicherheit müssen die Türme und Rotoren mit einer weithin sichtbaren Blitzbefeuerung versehen werden. Dies stellt eine unzumutbare Belastung für die Anwohner dar.
Waldvernichtung, Wertverlust von Immobilien, Gefahr durch Infraschall, Schattenwurf, Lärmbelästigung, Motorbrand in 138 Metern Höhe ohne Löschmöglichkeit sind weitere erhebliche Gründe, die Errichtung der geplanten WKA auf dem Binselberg abzulehnen